tolingo und die Anglizismen

14.April 2010 Sophie

Ich bin ja wirklich kein radikaler Verfechter der deutschen Sprache, der konsequent Wörter wie Rechenmaschine, zwitschern oder Handtelefon anstatt der englischen Pendants verwendet. Aber das, was ich da gestern im Teammeeting (Gruppentreffen?) erlebt habe, sprengt doch langsam den Rahmen des Erträglichen. Sätze wie „Wir developen gerade ein neues Feature“, oder „um das Problem zu fixen, müssen wir mehr controllen und reporten“ sind noch die weniger schlimmen Beispiele.

Also ich plädiere dafür, eine gesunde Mischung zu praktizieren und unnötige Anglizismen aus dem Wortschatz zu entfernen. Mal sehen, ob ich alle tolingos dazu bewegen kann.

Entry Filed under: tolingo international

3 Comments Add your own

  • 1. Heavy Overdoze Senior Stylistic Product Supervisor of Lightning and Strike Detonator  |  14.April 2010 at 16:45

    Du sollst worken und nich bloggen, Ms. Sophy!

  • 2. Raphael  |  23.April 2010 at 10:14

    Zitat: Also ich plädiere dafür, eine gesunde Mischung zu praktizieren und unnötige Anglizismen aus dem Wortschatz zu entfernen.

    Und dann schaut man sich das Logo an: Tolingo translations.
    Und „Direkt zu tolingo Services“
    Und das Blog … „Leave a Comment“, „Entry File under“, …

    Ich bin eigentlich auch gegen Anglizismen, jedoch nicht so radikal. Von mir aus darf ein Programm gerne neue Features enthalten, solange diese entwickelt/programmiert/… und nicht developed werden.
    Falls mit Rechenmaschine der PC gemeint war, finde ich es nicht angebracht, den Computer und PC haben sich etabliert. Das „Handtelefon“ hingegen gefällt mir irgendwie.
    Mich würde es interessieren wie ihr „Organizer“ und „Palm“ „übersetzt“ 😉
    Oder das IPhone/iPad/iPod…

  • 3. Vogelweidenwalter  |  09.Juni 2010 at 09:48

    Bei Sprache geht es doch auch um Kommunikation (ist das jetzt ein Lateinizismus…?).
    Ich beobachte, das Anglizismen beim Hörer / Leser das Gefühl erwecken, den Text begriffen zu haben, auch und wenn dies faktisch / technisch gar nicht der Fall ist. Anglizismen arbeiten auf der Gefühlsebene und dies hat dann wieder sehr viel mit Kommunikation zu tun.
    Die zunehmende Verwendung von Anglizismen ist für mich eher ein Zeichen dafür, dass das faktische Begreifen mehr und mehr Zugunsten eines emotionalen „Erlebens“ in den Hintergrund rückt. Erlebte Bilder vereinfachen Kommunikation, gerade auch im internationalen Umfeld oder bei der Bedienung von Technologie.
    Problematisch wird es bei der Relevanz des Wahrgenommenen. Wenn das Wahrgenommene nicht zwischen den Gesprächspartnern auf Richtigkeit geprüft wird, dann entstehen Missverständnisse und Unwahrheiten werden als Wahrheiten angesehen.

    Lange Rede kurzer Sinn: Wo Bilder statt Erklärungen reichen toleriere ich Anglizismen. Ästhetisch sind sie mir ein Greuel. Sprachkünstler oder Sprachprofis haben sie sicherlich nicht nötig, es sei denn sie wollen mit Bildern kommunizieren. (‚Tolingo Translations ‚ ist ja ein Logo, also Bild und keine Sprache im eigentlichen Sinn, daher ist das für mich akzeptabel.)

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