Welttag der Poesie (21.03.2017)

21.März 2017 Sven Behring

Ein wichtiger Tag im Kalender von Sprachbegeisterten und Literaturfreunden ist der von der UNESCO ins Leben gerufene Welttag der Poesie. Der 21. März steht alljährlich unter dem Motto der Lyrik. Nach dem genauen Wortlaut der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) ist die zentrale Botschaft dieses Tages vor allem „das Erinnern an die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen“.

(Quelle: fotolia.de)

Der Welttag der Poesie erinnert an die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen. Quelle: fotolia.de

Geschichte, Bedeutung und zentrale Veranstalter

Auch im 21. Jahrhundert soll die Dichtkunst weiterhin einen wichtigen Stellenwert im kulturellen und gesellschaftlichen Leben einnehmen. In Anbetracht der Digitalisierung und der damit verbundenen Neuausrichtung der Freizeitinteressen gilt es, einen Gegenpol zu setzen und der Poesie den Platz einzuräumen, der dieser wichtigen Ausdrucksform gebührt. Vor diesem Hintergrund rief die UNESCO erstmals im Jahr 2000 den Welttag der Poesie aus.

Neben der Erinnerung an die Dichtkunst als eigene Ausdrucksform der Literatur dient dieser Tag auch der Förderung des interkulturellen Austausches. Einen weiteren Schwerpunkt legt der Welttag der Poesie zudem auf die Förderung von Nachwuchs. So sollen Verlage ermutigt werden, verstärkt lyrische Werke von jungen Dichtern zu publizieren. Im Großen und Ganzen geht es darum, dem geschriebenen Wort in Form von Poesie wieder mehr Platz im Alltag einzuräumen und die Menschen anzuregen, ihre Freizeit nicht nur mit Internet und Co. zu gestalten.

Zentraler Ausrichter des Welttages der Poesie in Deutschland ist das Haus für Poesie Berlin, eine ehemalige Literaturwerkstatt. Unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission organisiert der Veranstalter mit Sitz in der Kulturbrauerei alljährlich unterschiedlichste Events rund um das Thema Lyrik. Dabei gilt: Der Welttag der Poesie findet internationale Beachtung. „Gedichte aus aller Welt“ ist das Motto, das Lyrikern aus verschiedensten Ländern die Möglichkeit bietet, ihre Werke dem deutschen Publikum zu präsentieren. Um die wichtige Botschaft der Bedeutung von Lyrik im 21. Jahrhundert zeitgemäß zu verbreiten, richtete das Haus der Poesie Berlin bereits zum ersten Welttag der Poesie im Jahr 2000 eine eigene Internetplattform ein. Interessierte finden unter lyrikline.org Gedichte aus aller Welt, die im Original mit deutscher Übersetzung zu hören und zu lesen sind.

Botschaften durch Lyrik übermitteln

Das Besondere am Welttag der Poesie ist die Vielfalt der Angebote. Rund um das Thema Poesie finden Lesungen statt und es gibt Ausstellungen und Rezitationen, die auch im Rundfunk und Fernsehen übertragen werden. Zudem werden Publikationen präsentiert und Preise für die besten lyrischen Werke vergeben.
Der Welttag der Poesie ist aber auch eine Plattform, die auf gesellschaftliche und politische Missstände aufmerksam machen will. Autoren aus allen Ländern der Welt haben die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge auf die Verhältnisse im eigenen Land einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Auch zum Gedenken an die Verfolgung, Inhaftierung und Ermordung von Dichtern, Journalisten und Schriftstellern ist der Welttag der Poesie ein wichtiger Termin.

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